Rassen oder das was manche gegen solche machen
Aller Anfang ist schwer, so ist es wohl auch in diesem Fall. Gleich zu Beginn möchte ich mit einem Thema aufwarten, welches dieser Tage wieder mehrfach in der Presse auftauchte. Die Rede ist vom schweren Wort „Rassismus“.
Der Duden definiert den Begriff Rassismus wie folgt1: „[...]meist ideologisch begründete, zur Rechtfertigung von Diskriminierung, Unterdrückung u. Ä. Entwickelte Theorie, nach der bestimmte Menschentypen oder auch Völker hinsichtlich ihrer kulturellen Leistungsfähigkeit anderen von Natur aus überlegen seien.“
Zu allererst muss aufgrund der Brisanz dieses Begriffes erst gesagt werden, dass Rassismus in welcher Form auch immer nichts in der Welt zu suchen hat, ob dieser nun gegen Religionen oder Völker ausgeübt wird. So ist der systematische Völkermord des Dritten Reichs an den Juden (und anderen Minderheiten) und der der Türken an den Armeniern zu verurteilen.
Im Zuge der Rede des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad kam es laut der Presse zu einem “Eklat” als Ahmadinedschad die Regierung als rassistisch bezeichnete234 . Im Folgenden möchte ich weiter auf diese Aussage eingehen.
Israel, ein Staat der 1948 hauptsächlich aus aus Europa geflohenen Juden bzw. zugesiedelten Zionisten gegründet, stimmte 19475 dem UN-Teilungsplan zu6, die arabischen Staaten lehnten diesen jedoch ab. Letzen Endes wurde also Der israelische Staat ohne das Einvernehmen der Nachbarstaaten Israels gegründet. Die Folgekriege die hieraus resultierten und wohl auch noch resultieren werden, kann man meiner Meinung nach als rassistischen Gewaltakt in der Region bezeichnen, da Israel mehrfach ohne Berechtigung (außer des Freifahrscheins der USA) in Nachbarstaaten eingerückt ist. Gerade hier wird deutlich, dass diese Kriege die auch zur psychischen Zermürbung der Zivilbevölkerung der Region beiträgt, rassistisch motiviert sind.
Durch die gezielte Neuansiedlung von Israelis in so genannten Kibuzzen entsteht zudem noch der begründete Verdacht, dass israels Politik darauf ausgerichtet ist, Palästinenser aus Palästina (dabei ist gerade das West-Jordanland zu nennen) zu verdrängen. Diese Politik strebt also ein Isreal in Grenzen an, die das gesamte Palästina umfassen; dies, obwohl Israel dem UN-Teilungsplan zugestimmt hatte. So möchte Israel also ein Israel ohne Palästinenser schaffen. Zur Hilfe kommt dabei natürlich die Mauer, die -wie früher auch die chinesische- Fremde davon abhalten soll, dass diese nach Israel einreisen können.
In der neu gebildeten israelischen Regierung findet sich auch Avigdor Lieberman. Dieser wollte 10.000en arabischen Israelis die Staatsbürgerschaft entziehen und alle weiteren einem Loyalitätstest unterziehen7. Diese wie ich finde eindeutige rassistische Aussage wird nur noch durch eine weitere (von vielen anderen) unterstützt. So sagte Lieberman -jetzt israelischer Außenminister-, dass man „alle arabischen Knessetabgeordnete“ als Landesverräter vor Gericht stellen und hinrichten solle8.
Wenn die Politik von Israels Regierung nach diesen Argumenten nicht als rassistisch bezeichnet werden kann oder zumindest einen starken rassistischen Hauch hat, sei es ein Ahmadinedschad oder welcher Politiker auch immer, dann wird die Meinungs- und Redefreiheit öffentlich mit Füßen getreten.
Dabei treten vorallem diejenigen auf als hätte diese Anschuldigung nichts mit der Realität zu tun, die normalerweise Verfechter der Freiheit der Menschen sind.
Dieser sogenannte Eklat spiegelt dahingehend eher die Immunität, die Israel bezüglich seiner Politik genießt, wider. Außerdem ist jegliche Legitimation des israelischen Vorgehens in der Region hinfällig, auch wenn gerade dieses Volk in der Vergangenheit die wohl schlimmsten Verfolgungen oder Pogrome erlitten hat.
Jetzt noch eine kurze Erklärung meinerseits:
Mit diesem Artikel will ich auf keinen Fall die Shoah verunglimpfen oder den Israelis die Legitimation auf einen eigenen Staat absprechen oder irgendwelchen anti-semitischen Äußerungen Nachdruck verleihen. Es geht mit nicht um anti-jüdische Politik, sondern und die Blindheit mit der die Weltöffentlichkeit die israelische Politik hinnimmt, anstatt sie wenn nötig zu verurteilen, so wie es mit jedem anderen Land auch geschehen würde.
- „Duden – Fremdwörterbuch“, Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG, 7.Auflage, 2001 [↩]
- http://www.tagesschau.de/ausland/rassismuskonferenz124.html [↩]
- http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,620022,00.html [↩]
- http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/8008572.stm [↩]
- Hier noch die israelische Delegation, da der Staat Israel de facto noch nicht bestand. [↩]
- http://en.wikipedia.org/wiki/United_Nations_Partition_Plan_for_Palestine [↩]
- http://www.jpost.com/servlet/Satellite?pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull&cid=1143498835308 [↩]
- http://www.haaretz.com/hasen/pages/ShArt.jhtml?itemNo=712521 [↩]